Tag des Offenen Denkmals 12.9.2026

Führung am Tag des offenen Denkmals 12. September 2026:

Rudolf Maté entwarf das „Junggesellen-Haus“ und die damit verbundene Großgarage in der Fredericiastr. 2-3 (Berlin-Charlottenburg).

Die sogenannten Junggesellenhäuser entwickelten sich in den 1920er-Jahren zu einer neuen Bauaufgabe, die vor allem in Charlottenburg entstanden. Eines dieser Häuser entwarf Rudolf Maté 1929-31 für alleinstehende Männer mit funktional geschnittenen Kleinwohnungen. Besonders war die bereits integrierte Tiefgarage. In einer dieser Wohnungen lebte Maté selbst für eine kurze Zeit.
Die Führung stellt das Wohnhaus mit seinen Stilformen des Neuen Bauens sowie den jüdischen Architekten Rudolf Maté vor. Sie war mit über 60 Teilnehmern (!!!) ein voller Erfolg – auch dank der sehr gut vorbereiteten Führung von Sebastian Klarhöfer und Claudia Marcy. Im Mittelpunkt stand zunächst das, vor einigen Jahren restaurierte Wohnhaus, dessen Grundrisse Sebastian anhand der aus den Bauakten kopierten Genehmigungsplänen erläuterte. Von der Stülpnagelstraße aus konnte noch ein Teil der ehemaligen Großgarage besichtigt werden, der heute von einer Glaserei genutzt wird. Dort stellten Claudia und Sebastian die wenigen vorliegenden Informationen über den 1877 in Ungarn geborenen Rudolf Maté vor, der in Berlin weitere auch noch existierende Bauten entworfen hat. Vom Jungesellshaus in der Fredericiastr. 3 gibt es ebenfalls eine Zufahrt in die Tiefgarage, das hier bis heute in seiner einstigen Funktion genutzt wird. Eine dritte Garagenzufahrt liegt in der Rognitzstraße, von einem 70er Jahre Wohnhaus umbaut, wo die Führung dann endete.
Von den Teilnehmern gab es immer wieder Fragen und weitere z.T. aufschlussreiche Hinweise. Unsere Broschüre zu Grossgaragen und die Serie der Postkarten von Markus H-A fanden großen Zuspruch.