Weisse Stadt

Die „Weiße Stadt“ – seit 2008 neben fünf weiteren Berliner Siedlungen UNESCO-Weltkulturerbe – ist ein herausragendes Beispiel des modernen Siedlungsbaues in Berlin. Die offene Zeilenbauweise, die kubischen Baukörper mit Flachdächern sowie strahlend weiße Fassaden machten die Siedlung bereits zur Entstehungszeit zum Symbol des Neuen Bauens. Die Ausführung oblag den Architekten Bruno Ahrends, Wilhelm Büning und Otto Rudolf Salvisberg, der auch den städtebaulichen Entwurf lieferte. Für die Gestaltung der Freiflächen war der jüdische Gartenarchitekt Ludwig Lesser verantwortlich (s. Hinweistafel auf dem Mittelstreifen). Ahrends’ Bauten entlang der Aroser Allee bilden eine geschlossene, glatte Front, die in zwei vorspringenden Turmbauten endet. Sie markieren den südlichen Abschluss der Siedlung. Von Ziegeln eingefasste Haustüren, blaue Loggien, Treppenhausfenster und Dachüberst.nde sowie braun-gelbe Fenster geben den Bauten ihre farblichen Kontraste. Ahrends entwarf neben weiteren Bauten (siehe oben) den Kindergarten im Innenhof zwischen Emmentalerstraße und Schillerring.