Volksbad Landsberg
Fritz Crzellitzer hatte neben zahlreichen Aufträgen in Berlin immer wieder Bauprojekte in Landsberg an der Warthe, dem heutigen Gorzów Wielkopolski, ausgeführt. Der Kontakt nach Landsberg ist über seine Frau Martha entstanden, die aus der einflussreichen jüdischen Familie Schoenflies stammte.
Zu den bekanntesten Bauten Crzellitzers in Landsberg gehört neben dem Volkswohlfahrtshaus (1913) auch das Volksbad. Stifter beider Bauten war der Landsberger Unternehmer Max Bahr, der mit einer Büste im Volksbad geehrt wird.
Das heute vom Sportverein Gorzovia als Sporthalle genutzte Gebäude ist abgesehen von seiner Funktionsänderung noch weitgehend erhalten.
An die Schwimmhalle schließt sich im rechten Winkel ein Gebäudekomplex an, in dem sich früher neben medizinischen Bädern und Massageräumen auch Geschäfte und Wohnungen befanden.
Die Fassade der Schwimmhalle wird durch das vorgezogene und mit Keramikplatten verkleidete Treppenhausfenster, den schmalen Eingang und die beiden Attikafiguren geprägt. Im Inneren zeugen die farbige keramische Ausstattung – besonders im Treppenhaus – die gemusterten Terrazzoböden und die Umkleidekabinen von der Schönheit des ehemaligen Schwimmbades.
