Villa Harteneck

Die 1889 angelegte Villenkolonie Grunewald wurde durch ihre stadtnahe Lage und ihre reizvolle Umgebung zu einem beliebten Wohnort. Besonders das aufstrebende jüdische Bürgertum ließ sich von oftmals auch jüdischen Architekten repräsentative Wohnhäuser errichten. Einer dieser Bauherren war der Großkaufmann Carl Harteneck, für den Adolf Wollenberg auf einem über 9.000 qm großen Grundstück eine Villa plante. Sein Entwurf sah ein Haupthaus und einen separaten Wirtschaftstrakt vor, die beide durch eine Säulenhalle miteinander verbunden wurden. Die Hauptfassade richtete Wollenberg zum Garten hin aus. Die Villa Harteneck symbolisiert auf eindrucksvolle Weise den Repräsentationsanspruch des Bauherrn. Der zur Villa gehörende, jetzt öffentliche Garten wurde denkmalgerecht rekonstruiert.