Villa Bab
Den Auftrag für den Entwurf des Landhauses Bab hatte Harry Rosenthal seinem Bruder Ernst Rosenthal zu verdanken, der als Prokurist im Bankhaus Eugen Bab & Co (Eubaco) tätig war. Mit dem Landhaus entstand ein expessionistischer Bau, der in seiner äußeren wie inneren Gestaltung einzigartig war: Auf einem ausladenenden Sockelgeschoss steht ein symmetrischer Baukörper, der an einer Seite mit zwei Flügeln und dazwischenliegendem Portikus versehen ist. Den Dachabschluss bildeten zwei markante Stufengiebel, die nur noch teilweise vorhanden sind.
Auch das Innere des Landhauses war extravagant gestaltet. Neben einer farbigen Ausmalung und dem „Zarathustra-Fries“ im Vestibül verfügte es über eine Privatsynagoge sowie eine Turnhalle mit Schwimmbad. Nach der Enteignung des Eigentümers wurde das Gebäude mehrfach umgebaut und durch Ladeneinbauten verändert. Dabei gingen wichtige Teile der Innenausstattung sowie die Privatsynagoge verloren.
