Abriss der Theatersäle am Kurfürstendamm
Im Zuge der Neubebauung des Quartiers soll die in vielen Teilen noch Original erhaltene Komödie wie auch das Theater abgerissen werden. Zugunsten eines Shopping-Centers und trotz massiver Proteste von Kulturschaffenden und empörter Bürger wurde das Haus am Kurfürstendamm dann doch Ende 2018 abgerissen.
Hinter der modernen Fassade des in den Siebziger Jahren entstandenen Geschäftszentrums „Ku’damm-Karree“ liegen zwei von Oskar Kaufmann errichtete Boulevardtheater: „Komödie und Theater am Kurfürstendamm“.
Ursprünglich befand sich die Komödie in einem 1922 von Kaufmann entworfenen fünfgeschossigen Geschäftshaus in unmittelbarer Nachbarschaft zum Theater am Kurfürstendamm.
Die Komödie ist ein rangloses Saaltheater mit doppeltem Logenkranz, der über zwei Umgänge erschlossen wird. Diesem ist zur Straße hin das Foyer und die runde Kassenhalle vorgelagert. Konvexe und konkave Wandschwünge, Säulenstellungen und filigrane schmiedeeiserne Geländer bestimmen das Innere des Theaters.
Bis 1932 leitete Max Reinhardt die Komödie und ab 1934 übernahm mit zeitweiligen Unterbrechungen Hans Wölffer das Haus. Zusammen mit dem Theater wird die Komödie nun schon in dritter Generation von Familie Wölffer geführt.
