Siedlung Neu Jerusalem
Nördlich und südlich der Heerstraße in Spandau errichtete Erwin Gutkind 1923-24 für die Angehörigen der Fliegerakademie des Luftschiffhafens Staaken 21 Doppelhäuser und ein vorfabriziertes Einfamilienhaus. Die Häuser besaßen einen jeweils 800 qm großen Garten zur Selbstversorgung, geplant von Lebberecht Migge. Die kubischen gestaffelten Doppelhäuser bestehen aus einem dreigeschossigen Wohntrakt mit hervorgehobenen Treppenhaus sowie dem seitlich angefügten eingeschossigen Wirtschaftstrakt. Einen farblichen Kontrast bildeten die hell verputzten Sockelbereiche und die mit Klinkern verblendeten Obergeschosse.
Lange Zeit wurde die 1995 unter Denkmalschutz gestellte Siedlung stark vernachlässigt, nicht zuletzt wegen ihrer Lage im ehemaligen Sperrgebiet. Die Rekonstruktion in leicht veränderter Weise begann in den letzten Jahren. Als eine der Maßnahmen wurde die Klinkerverkleidung, die schon lange abgetragen war, durch einen roten Farbanstrich ersetzt.
