Roxy-Palast
Der Roxy-Palast war ein für die Moderne typisches Großkinos, das neben dem Titania-Palast von Schöffler/Schloenbach/Jacobi, dem Universum Kino von Erich Mendelsohn und der Lichtburg von Rudolf Fränkel in Berlin entstanden ist. Er vereinte hinter seiner Fassade ein Kino für 1100 Besucher und ein Geschäfts- und Kaufhaus. Das Gebäude ist ein Stahlskelettbau mit einer langgestreckten, dunkel- rot verputzten Fassade, die durch die mit Metallsprossen verkleideten Fensterbänder und die Lichtarchitektur oberhalb des Kinoeingangs ihr charakteristisches Aussehen erhält. Im Zweiten Weltkrieg zerstört, wurde der Roxy-Palast von Paul Stohrer verändert wiederaufgebaut und das Kino noch bis in die siebziger Jahre genutzt. Zeitweise befand sich hier die Disco „La Belle“, in der im April 1986 ein Bombenanschlag verübt wurde, bei dem 3 Menschen ums Leben kamen (s. Gedenktafel).
1987 wurde die ursprüngliche Fassade des denkmalgeschützten Gebäudes wiederhergestellt; große Teil der Innenausstattung des ehemaligen Kinos (heute Biomarkt) sind noch gut erhalten.
