Haus der Metallarbeiter
Der Deutsche Metallarbeiterverband beschloss 1928, seinen Sitz nach Berlin zu verlegen. Erich Mendelsohn und Rudolf Reichel erhielten nach einem engeren Wettbewerb den Bauauftrag, das ausgeführte Haus trägt jedoch klar Mendelsohns Handschrift. Das Projekt ist mit der Neutrassierung der Lindenstraße verknüpft, für die Mendelsohn in einem umfassenden städtebaulichen Gesamtkonzept Baukörper beiderseits der Straße entwarf, die durch einen mehrgeschossigen Brückenbau verbunden werden sollten – eine Planung, die jedoch nicht zur Ausführung kam. Prägend für den Bau ist der konkav gekrümmte, deutlich höhere und mit Travertin verkleidete Kopfbau, an den sich beidseitig fünfgeschossige Bürotrakte mit Putzfassade anschließen. Diese symmetrische Komposition setzt sich auch im Inneren mit dem kreisförmigen Treppenhaus fort, von dem aus die nach Süden weisenden Räume und die Büroflügel erschlossen werden. Das Gebäude wurde nach Kriegszerstörungen wiederaufgebaut, 1995 grundlegend restauriert und besticht durch seine konsequente Linienführung und die edlen Materialien. Es ist bis heute im Besitz der IG Metall und wird u.a. als Sitz der Architektenkammer Berlin genutzt
