Gartenstadt Atlantic
Der Grundriss der Wohnanlage gleicht einem Tortenstück, in dessen Scheitel ein fünfgeschossiger Hauptbau mit geschwungener Fassade liegt. Die Wohnhäuser sind als geschlossene Blockrandbebauung konzipiert, die einen halb öffentlichen, begrünten Innenhof umschließen. Das Sockelgeschoss hebt sich farblich von den restlichen vier Geschossen ab. Markante mit Reliefs und Baldachinen verzierte Hauseingänge, tief eingeschnittene Loggien mit abgerundeten Wangen sowie akzentuierte Balkone charakterisieren Fränkels Wohnanlage. Den Höhepunkt der gesamten Anlage stellte das 1929 von Fränkel errichtete Großkino „Lichtburg“ dar. Ein vertikal gegliederter Zylinder mit horizontal gebänderten und geschwungenen Seitenflügeln gaben dem Bau besonders auch in der Nacht eine große Wirkung. Leider wurde das Kino im Krieg zerstört und 1970 abgerissen.
Dass die Gartenstadt heute in einem denkmalgerecht restaurierten und modernisierten Zustand ist, hat sie Prof. Michael Wolffsohn zu verdanken, dessen Großvater – einst Pächter des Kinos – die Gartenstadt kaufte und dessen Nachkommen sie nach Arisierung und komplexen Restitutionsverhandlungen wieder zurückerhielten.
