ehemaliges AOK Gebäude

Dieses Haus wurde für die Zentralverwaltung der Allgemeinen Ortskrankenkasse Berlin gebaut. Der Bau mit seiner plastischen, reich gegliederten Ziegelfassade, ein für Berlin untypisches Beispiel des späten Expressionismus mit einer fast schon gotisch anmutenden Vertikalität, ist im Kern ein Stahlskelettbau. Das damals sehr moderne, von ca. 800 Angestellten genutzte Gebäude war ein für die Weimarer Republik prägender Sozialfürsorgebau. Es steht am Südrand des Köllnischen Parks, einer Ende des 17. Jahrhunderts im Zuge des barocken Festungsbaus entstandenen, geschichtsträchtigen Freianlage. In der DDR-Zeit wurde es als Bezirksparteischule der SED genutzt, bis es nach 1989 wieder zum Sitz der AOK wurde. Vor wenigen Jahren wurde es von der AOK aufgegeben und verkauft, derzeit ist ein Umbau zu Wohnungen geplant.