Doppelvilla am Karolinger Platz

Das Gebäude am Karolingerplatz, einer der frühen, weniger bekannten Bauten des kosmopolitischen Architekten Mendelsohn, entstand parallel zu den später berühmt gewordenen Bauten der Hutfabrik in Luckenwalde, des Mosse-Hauses in Berlin und des Einstein-Turms in Potsdam. Die im Grundriss nahezu symmetrisch durchgebildete Doppelvilla wurde für zwei Eigentümer errichtet, darunter ursprünglich Mendelsohn selbst, sowie die Familie Heymann (s. Gedenktafel Werner Richard Heymann). Sie ist geprägt durch die Ecksituation zwischen Frankenallee und Karolingerplatz. Das Wechselspiel zwischen den horizontal verlaufenden Klinker- und Putzbändern sowie die gestaffelte Kubatur des Baues verstärken dieses Merkmal. Bemerkenswert ist die dreikantige Ecke mit ihrer turmartigen Ausbildung, hinter der sich die Treppenhäuser und der Zugang zur Dachterrasse befinden.