Dagon-Silos

In den frühen 1950er Jahren beauftragte Dr. Reuben Hecht den Architekten Ossip Klarwein, einen Entwurf für ein Getreidesilo am Hafen von Haifa zu erarbeiten. Der ebenfalls aus Deutschland stammende Dr. Reuben (Rudolph) Hecht floh vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten nach Palästina. Sein Vater Jacob Hecht hatte zu Beginn des 20. Jahrhunderts die deutsche Rhenania-Speditions-Gesellschaft gegründet, ein Unternehmen zum Transport und zur Lagerung von Getreide in Silos.

 Als die Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 die Macht übernahmen, waren die beiden großen Hecht-Firmen Rhenania und Neptune auf ihrem Höhepunkt. Die Firmen besaßen 280 Schiffe unterschiedlicher Größe, davon 20 kleinere Motorboote für die Fahrt auf dem Rhein-Rhône-Kanal. In den 1930er Jahren wurden die Firmen „arisiert“.

 Auf den Erfahrungen aus Deutschland aufbauend, gründete Dr. Reuben Hecht in Haifa die Firma Dagon Batei-Mamgurot Le-Israel Ltd. Als Sammler und Kunstliebhaber legte Hecht großen Wert auf das künstlerische Äußere seines Silos in Haifa. Deshalb beauftragte er den Architekten Ossip Klarwein mit dem Entwurf der Dagon-Silos, wodurch das Gebäude zu einem Wahrzeichen des Hafens von Haifa wurde.