Bürohaus Sernau „Forsterhof“
Alfred Gellhorn plante mit Martin Knauthe (Bürogemeinschaft von 1921 bis 1926) für den Inhaber eines Spielwaren- und Scherzartikel-Exportgeschäftes Paul Edgar Sernau mehrere Bürohäuser, von denen nur dieses eine realisiert wurde.
Der dreigeschossige Stahlbetonskelettbau mit Mauerwerksausfachung ist hell verputzt. Nach Osten hin wird er viergeschossig, wodurch an der südlichen Seite der markante ansteigende Giebel entstand. Die Südseite ist auch die Schauseite: die Fassadengliederung mit betontem Treppenhaus verweist auf eine zweibündige Büroetage. Ursprünglich besaß der Eingang eine trapezförmige Eingangstür, die mit dem schrägen Dach korrespondierte. Der Bau sorgte seinerzeit für große Aufmerksamkeit und wurde oft in Fachbüchern publiziert.
Noch heute dient das Haus als Bürohaus. Bei der Sanierung 1991/92 wurden die ursprünglichen Kippfenster durch weiße Kunststofffenster ersetzt.
Literatur:
Annette Bußmann: Zu Adaption und Demontage von Architekturgeschichte im „Neuen Bauen“ der Weimarer Republik: Alfred Gellhorn (1885-1972). Bauten, Projekte, Schriften 1920 bis 1933, Dissertation, Universität Marburg 2003.
