Wohnanlage Sonnenhof
Die heute 331 Wohnungen umfassende Wohnanlage „Sonnenhof“ ist einer der wichtigsten Bauten Gutkinds, der exemplarisch die sozialreformerischen Ansprüche und gestalterischen Qualitäten des Neuen Bauens der Weimarer Republik verkörpert. Der Name „Sonnenhof“ macht deutlich, dass Licht, Luft und Sonne, der großzügige grüne Innenhof mit Spielflächen (Gestaltung Gustav Allinger und Karl Förster) und die in die Bebauung integrierte Kindertagesstätte wesentliche Qualitätsmerkmale der Wohnanlage sind. Ebenso gilt dies für die horizontale Gliederung des Wohnblocks, die durch mehrere Geschosssprünge, durch die linearen Klinker-, Putz- und Betonbänder sowie durch eingezogene Eingänge, Loggien und Vordächer geprägt ist. Besonders bemerkenswert sind die Blockecken mit den zurückgesetzten Treppenhäusern, die durch von zwei Seiten angelagerte Balkone eine starke Plastizität erhalten. Die denkmalgeschützte Wohnanlage wurde seit 1997 schrittweise saniert, ab 2007 wurden Fassade und Fenster sowie die Kita erneuert. Z.Zt. wird der grüne Innenhof rekonstruiert und gärtnerisch neugestaltet.
