Fränkel, Rudolf

geb. 1901 Neiße – 1974 Oxford, Ohio gest.

Rudolf Fränkel war der Sohn des Bauunternehmers Louis Fränkel. Er hatte an der TH Charlottenburg Architektur studiert und 1924 sein eigenes Büro eröffnet. Sein erster großer Auftrag war die Planung der Gartenstadt Atlantic, die er 1929 mit dem einzigartigen Kinobau „Lichtburg“ ergänzte. Der Fokus seiner Tätigkeit lag weiterhin auf dem Entwurf von Wohnhäusern und Wohnanlagen (z. B. in Schöneberg, Wilmersdorf und Pankow). Seine Entwürfe zeigen, dass für ihn neben einer modernen Formensprache auch immer das Zweckmäßige im Vordergrund stand. Von einem Bekannten vorgewarnt, floh Fränkel 1933 von Berlin nach Bukarest (Rumänien). Mit Hilfe einheimischer Architekten konnte Fränkel dort an seine Erfolge in Deutschland anknüpfen (Cinema Scala 1936, Wohnblock Malaxa 1937). Auch in London, wohin er 1937 über die Schweiz emigrierte, und ab 1950 in den USA setzte Fränkel seine Karriere fort. An der Miami University in Oxford, Ohio begründete er die akademische Stadtplanung.