Zucker, Paul

geb. 1888 Berlin – 1971 New York gest.

Paul Zucker wurde in Berlin als Sohn eines Sanitätsrats geboren. Er studierte in München und Berlin parallel Architektur und Kunstgeschichte und erlangte neben dem Abschluss als Diplom-Ingenieur auch die Promotion. Das Nebeneinander von Theorie und Praxis begleitete Zucker durch seine gesamte Berliner Zeit. Nach einer Anstellung im Schinkel-Museum und einem Lehraufrag an der privaten Lessing-Hochschule machte sich Zucker 1919 selbstständig und arbeitete in der folgenden Zeit erfolgreich als Architekt, Theoretiker, Publizist und Lehrer. Zu Zuckers Bauaufgaben zählten neben zahlreichen Villen und Landhäusern für das gehobene jüdische Bürgertum auch Geschäftshäusern und Ladenausbauten.
1935 erhielt Zucker Berufsverbot und wurde aus der Lessing-Hochschule entlassen. Mit Hilfe einer offiziellen Einladung für die „New School for Social Research“ konnte er 1937 nach New York emigrieren, während mehrere seiner Familienmitglieder deportiert wurden und ums Leben kamen. 1938 wurde Zucker an die Cooper Union Art School New York berufen. Damit begann seine zweite Karriere als Hochschullehrer und Autor zahlreicher wissenschaftlicher Bücher, die er bis zu seinem Lebensende fortsetzte. 1968 wurde Zucker mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.