Kaufmann, Oskar

geb. 1873 Neu St. Anna – 1956 Budapest gest.

Der Name Oskar Kaufmanns ist in Berlin untrennbar mit vielen bis heute prägenden Theaterbauten verbunden. Doch zählen auch zahlreiche Innenausstattungen,Geschäftshäuser und Villen zu seinem Werk. Der in Ungarn geborene Kaufmann ging für das Architekturstudium nach Karlsruhe, wo er zum Christentum konvertierte. Seine berufliche Laufbahn begann im Berliner Büro des Theaterarchitekten Bernhard Sehring, der Kaufmanns Vorliebe für den Theaterbau weckte. Sein erster eigenständiger Auftrag war das Hebbeltheater, dem die Volksbühne, die Komödie und das Renaissance-Theater folgten.
Kurz nach der Machtübernahme 1933 wollte Kaufmann nach Ungarn fliehen. Der Auftrag zum Entwurf des Habimah-Theaters in Tel Aviv führte ihn jedoch nach Palästina. 1939 kehrte er über Rumänien nach Budapest zurück. Hier wurde er nach Jahren der Verfolgung 1948 als Künstler und Architekt offiziell rehabilitiert und erhielt bis zu seinem Tod eine Rente.