Max Krajewski

geb. 1901 KOŃSKIE (POLEN) – 1971 MOSKAU gest.

Aufnahmen der Gebäude folgen Anfang 2025

Max Krajewski studierte von 1923 bis 1927 am Bauhaus in Weimar und Dessau und arbeitete anschließend bis 1930 als Architekt im Bauatelier Walter Gropius. Dort war er an der Errichtung ­der Siedlung Törten in Dessau beteiligt und als örtlicher Bauleiter für den Bau des Arbeitsamtes in Dessau sowie der Siedlung Dammerstock in Karlsruhe verantwortlich. 1931 ging er angesichts der Wirtschaftskrise und des wachsenden Antisemitismus in die Sowjetunion. In den ersten Jahren arbeitete er am Staatlichen Städtebauinstitut Giprogor, wo er verschiedene Siedlungsprojekte in der gesamten UdSSR entwarf und an zahlreichen Wettbewerben teilnahm, u.a. für den Arbeitspalast in Machatschkala, das Hotel in Moskau, das Arbeiterwohnhaus in Gorki, den Wohnblock in Czelabinsk, das Wohnquartier in Moskau. Dort lernte er auch seine Frau und Mitautorin der meisten Projekte kennen, Fanny Belostozkaja, eine Malewitsch- und El Lissitzky-Schülerin.  Gemeinsam entwarfen sie unter anderem zwei Pavillons für die Allunions-Landwirtschaftsausstellung (die heutige WDNCh in Moskau), von denen einer, der MOPR-Pavillon nach zahlreichen Umbauten noch heute steht. Im Gegensatz zu vielen anderen Bauhäuslern in der Sowjetunion überlebte Krajewski die stalinistischen Säuberungen. Während des Krieges wurde er mit seiner Familie von Moskau nach Busuluk in Zentralrussland evakuiert. Nach dem Krieg arbeitete er unter anderem an einem repräsentativen Wolkenkratzerprojekt in Moskau, das jedoch nicht zur Ausführung kam. Ab den 1950er Jahren war er für die Neugestaltung der Ausstellungsräume und für die Entwicklung eines speziellen Ausstellungssystems für das Museum der Russischen Revolution in Moskau verantwortlich. Dort arbeitete er bis zu seiner Pensionierung. Krajewski starb 1971 in Moskau. Seine beiden Töchter leben noch heute, eine in Moskau, die andere in Hamburg.