Punitzer, Martin Albrecht

geb. 1889 Berlin – 1949 Santiago de Chile gest.

Martin Punitzer besuchte nach einer Maurerlehre die Baugewerkschule in Stettin und später die Technische Hochschule in Berlin. Nach der Mitarbeit im Büro von Ernst Moritz Lesser gründete er sein eigenes Architekturbüro, mit dem er Ende der zwanziger Jahre sehr erfolgreich wurde. Neben dem Roxy-Palast gehörten der Umbau der Alten Komischen Oper in der Friedrichstraße, das Wohnhaus und die Elektro-Mechanik-Fabrik Abrahamsohn – beide in Lankwitz – sowie die Maschinenfabrik Lindner in Wittenau zu seinen herausragenden Projekten. 1935 erhielt Punitzer wegen seiner jüdischen Herkunft Berufsverbot, obwohl er 1933 zum Katholizismus konvertiert war. Erst Mitte des Jahres 1938 fasste die Familie Punitzer dann den Entschluss, Deutschland zu verlassen. Sie emigrierte nach Chile, wo Punitzer als Architekt nur noch schwer Fuß fassen konnte. Er starb 1949 an den Folgen eines Herzinfarkts in Santiago.