Hochfeld, Ernst

geb. 1890 Lemgo – 1985 Los Angeles gest.

Der in Hamburg aufgewachsene Ernst Hochfeld studierte in Hannover, München und Dresden Architektur. In Dresden hat er seinen späteren Partner Fritz Block kennengelernt, mit dem ihn gleich eine gute Freundschaft verband. Während seines Studiums arbeitete er als Volontär bei Fritz Höger in Hamburg. Nach seinem Militärdienst und dem ersten Weltkrieg gründete er 1921 zusammen mit Fritz Block das Architekturbüro Block & Hochfeld in Hamburg. Aus dieser Partnerschaft gehen verschiedene Villenbauten, Möbelentwürfe und Wohnsiedlungen – meist in Hamburg – hervor. Typisch sind dem modernen Bauen verpflichtete Bauten, mit klarer Kubatur und Backsteinverkleidung. Einer der wichtigsten Bauten der Zwanziger Jahre war das Deutschlandhaus.
Nach dem Ausschluss aus dem Berufsverband 1933 erhielt das Büro Block & Hochfeld noch kleine Aufträge für Wohnungsumbauten meist jüdischer Auftraggeber. Das letzte Projekt war der Umbau des Gemeinschaftshauses des Jüdischen Kulturbundes (1937-38).
Im November verließ Hochfeld mit Frau und Tochter Hamburg Richtung Los Angeles. Zuerst arbeitete als „set designer“ in Hollywood, bis er 1946 die kalifornische Architektenlizenz erhielt und in verschiedenen Büros tätig war. Dabei konnte er jedoch nicht mehr an die Erfolge in Deutschland anknüpfen.

Foto: © Fritz Block Estate Archive, Stockholm/Hamburg