Block, Fritz
geb. 1889 Warburg – 1955 Los Angeles gest.
Der im westfälischen Warburg geborene Fritz Block studierte in Karlsruhe, München, Darmstadt und Dresden Architektur (1908-13), dem er eine Dissertation über „Die kirchliche Baukunst im Alten Bistum Commiges“ anschloss. In seiner Dresdener Zeit lernte er seinen späteren Partner Ernst Hochfeld kennen. Erste praktische Erfahrungen sammelte er dann bei Wilhelm Kreis in Düsseldorf. Vom Kriegsdienst befreit ging er als Magistratsbaurat nach Königsberg, wo er neben seiner planerischen Tätigkeit auch immer wieder architekturtheoretisch tätig war.
1921 gründete Block zusammen mit Ernst Hochfeld das Architekturbüro Block & Hochfeld in Hamburg. Aus dieser Partnerschaft gingen verschiedene Villenbauten, Möbelentwürfe und Wohnsiedlungen – vor allem in Hamburg – hervor. Typisch sind dem modernen Bauen verpflichtete Bauten, mit klarer Kubatur und Backsteinverkleidung. Einer der wichtigsten Bauten der Zwanziger Jahre war das Deutschlandhaus. Neben seiner Tätigkeit als Architekt galt Blocks Interesse der Fotografie.
Nach dem Ausschluss aus dem Berufsverband 1933 erhielt das Büro noch kleine Aufträge für Wohnungsumbauten meist jüdischer Auftraggeber. 1938 lösten Block & Hochfeld ihr Büro auf.
Auf seiner Flucht wurde Block noch verhaftet und im KZ Oranienburg gefangen gehalten. Mitte November 1938 gelang ihm die Ausreise nach Amerika. In Los Angeles widmete er sich wieder der Fotografie und schaffte sich mit der Firma „Dr. Block Color Production“ bis zu seinem Tod 1955 eine berufliche Basis.
Foto: © Fritz Block Estate Archive, Stockholm/Hamburg