Cohn, Lotte
geb. 1893 Berlin – 1983 Tel Aviv gest.
Lotte Cohn studierte zwischen 1912 und 1916 als eine der ersten Frauen in Deutschland Architektur an der TH Berlin-Charlottenburg. 1921 wanderte sie als erste graduierte Architektin in das damalige britische Mandatsgebiet Palästina ein. Sie war fast fünf Jahrzehnte lang beruflich aktiv und wurde nach ihrem Tod als “One of the Builders of Israel” gewürdigt. Zum breiten Spektrum ihrer Bauaufgaben gehörten Planungen für die landwirtschaftlichen Kooperativsiedlungen des Kibbuz und Moschav, Stadtbereichsplanungen, öffentliche Bauten, Arbeiterwohnungen, Apartmenthäuser und Villen, ebenso Inneneinrichtung und Möbeldesign. Ihr Oeuvre umfasst über 100 Bauten und Projekte, die zum Großteil erhalten sind.
Literatur:
Lotte Cohn. Fünfzig Jahre Bauen für Israel, in: Frau Architekt. Seit mehr als 100 Jahren: Frauen im Architektenberuf. Begleitbuch zur Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum, Frankfurt/Main vom 30. September 2017 bis 9. März 2018, hrsg. v. Mary Pepchinski, Christina Budde, Wolfgang Voigt, Peter Cachola Schmal, Tübingen: 2017, 131–139