Anker, Alfons

geb. 1872 Berlin – 1958 Stockholm gest.

Alfons Anker stammte aus einer alteingesessenen jüdischen Berliner Familie. Nach dem Studium an der TH Charlottenburg machte er sich selbstständig und beschäftigte sich intensiv mit der Rationalisierung des Bauens. 1924 kam es zur Bildung eines gemeinsamen Büros mit den deutlich jüngeren Brüdern Luckhardt, das nahezu 10 Jahre erfolgreich im Wohn- und Geschäftshausbau tätig war. Nach der Machtübernahme und dem Eintritt der Brüder Luckhardt in die NSDAP wurde die Sozietät 1934 abrupt aufgelöst. Anker erhielt Berufsverbot und bemühte sich erfolglos um eine Einwanderung nach England. 1939 gelang es ihm unter großen Schwierigkeiten, zur Familie seiner Tochter nach Stockholm zu emigrieren, wo er nicht wieder als Architekt arbeiten konnte. Er publizierte, beschäftigte sich wissenschaftlich mit dem Krankenhausbau und wurde 1958 kurz vor seinem Tod zum Ehrensenator der TU Berlin ernannt.