Beer, Alexander

geb. 1873 Hammerstein – 1944 Theresienstadt gest.

Alexander Beer studierte Architektur in Berlin und Darmstadt und wurde nach einigen Berufsjahren in Mainz zum Leiter des Bauamts der Jüdischen Gemeinde zu Berlin berufen. In dieser Funktion war er für Entwurf und Realisierung bedeutender Bauvorhaben der Jüdischen Gemeinde von Berlin, damals der größten Europas, verantwortlich. Dazu gehörten das Jüdische Waisenhaus in Pankow (1913), die orthodoxe Synagoge in Kreuzberg (1938 zerstört, Seitentrakt erhalten), die Synagoge in Wilmersdorf (1938 zerstört, 1958 abgerissen), das ehemalige Jüdische Mädchenschule in der Auguststr. in Mitte sowie weitere Um- und Neubauten. Alexander Beer wurde 1943 ins KZ Theresienstadt deportiert, wo er 1944 ums Leben kam. Seine Frau starb 1941, die Tochter gelangte 1939 mit einem Kindertransport nach England und emigrierte anschließend nach Australien, wo sie noch heute lebt.