Rading, Adolf
geb. 1888 Berlin – 1957 London gest.
Rading gehörte zu den Architekten, die nicht jüdischen Glaubens waren, aber durch die Heirat einer jüdischen Frau ebenfalls aus der Reichskulturkammer ausgeschlossen wurden.
In Berlin geboren besuchte Rading die Baugewerkschule und war Mitarbeiter unter anderem im Büro von August Endell. Dieser holte Rading 1919 als Lehrer und später als Leiter der Architekturklasse an die Breslauer Kunstakademie. Von 1926 bis 1933 ging er zusätzlich eine Bürogemeinschaft mit Hans Scharoun ein. Neben mehreren Bauten in Breslau (Haus Rading, Odd-Fellow-Loge, Umbau der Mohrenapotheke) plante er auch in seiner Heimatstadt Berlin Wohnhäuser und eine Wohnanlage mit Kleinstwohnungen sowie das Wohnhaus Rabe in Zwenkau. Rading war Mitglied in der Architektenvereinigung „Der Ring“.
1933 musste Rading Berlin verlassen und emigrierte über Südfrankreich nach Palästina, wo er von 1943 bis 1950 Stadtbauarchitekt von Haifa war. Danach zog er als freier Architekt nach London.